Chefarzt Dr. med. Rainer Sadra
Dr. med. Rainer Sadra
Chefarzt der zentralen Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Palliativmedizin und Schmerztherapie der beiden Malteser Krankenhäuser
in Duisburg, Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin
Anforderungen an junge Assistenzärzte in der Anästhesie
Von Assistenzärzten erwarte ich allgemein:
Meine Erwartungen variieren je nach Bereich, in dem sich die Assistenzärzte bei uns bewerben. Die Anforderungen sind für die Anästhesie anders als für die Arbeit in der Palliativ- oder Intensivmedizin. Allgemein sind mir bei jungen Assistenzärzten vor allem Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit wichtig.
Für die Anästhesie bedeutet anpassungsfähig für mich, dass man nicht bereits „verbildet“ zu uns kommt. Starre Vorstellungen über bestimmte Verfahren werden Sie bei uns nicht finden, denn wir bieten eine moderne Anästhesie, die sich ständig den Anforderungen anpasst. Obwohl wir durch mehrjährige Erfahrung bestimmte Verfahren gegenüber anderen bevorzugen, haben unsere Ärzte die persönliche Freiheit, sich zwischen verschiedenen Möglichkeiten zu entscheiden. Wir suchen außerdem Mitarbeiter, die sich vorstellen können, längerfristig bei uns tätig zu sein.
Leistungsfähigkeit ist aus dem Grund gefragt, da man in der Anästhesie im ersten Weiterbildungsjahr circa 70 Prozent seiner Tätigkeit erlernen muss. Einen guten Anästhesisten machen meiner Meinung nach Sorgfältigkeit, Verlässlichkeit für das Team und den Patienten, Kommunikationsfähigkeit, manuelles Geschick und Verantwortungsbewusstsein aus.
Ich erwarte von Bewerbern, dass sie bereits im Anschreiben deutlich machen, warum sie in der Anästhesie arbeiten möchten. Worin die Begeisterung für das Fach liegt interessiert mich besonders. Das Interesse kann, beispielsweise, durch die Arbeit auf der Intensivstation während des Praktischen Jahres aufgekommen sein oder durch die Erfahrung in der Notfallmedizin. Der Wunsch, einen neuen medizinischen Bereich kennenzulernen, ist für mich ebenfalls ein Zeichen von Interesse zum Fach. Klinische Erfahrung auf dem Gebiet der Anästhesie bringt den Bewerbern natürlich Pluspunkte, ebenso wie eine abgeschlossene oder laufende Promotion.
Ich lege viel Wert auf ordentliche Bewerbungsunterlagen. Sie können per E-Mail oder in Papierform erfolgen, müssen jedoch den klassischen Standards entsprechen. Gute Zeugnisnoten sind für mich ein Zeichen der Zuverlässigkeit, weniger gute stellen jedoch kein Ausschlusskriterium dar. Gute Referenzen und längere Beschäftigungszeiten auf unterschiedlichen Positionen bringen den Bewerbern klare Vorteile.
Im Vorstellungsgespräch möchte ich die Motivation, die im Anschreiben formuliert wurde, persönlich vermittelt sehen. Diese muss nicht ausschließlich fachlicher Natur sein, sondern kann auch auf regionalen oder familiären Gründen beruhen. Assistenzärzte müssen jedoch begründen können, warum sie bei uns arbeiten wollen. Ebenso wie die fachlichen Kompetenzen, sind mir die persönlichen, menschlichen Qualitäten des Bewerbers wichtig. Im Bewerbungsgespräch sollten Bewerber ihre persönliche und fachlichen Stärken und Schwächen einschätzen können.
Nach einem positiven Vorstellungsgespräch laden wir die Bewerber zu einem Tag Hospitation ein. Die Bewerber werden durch die Räumlichkeiten der Intensivstation, der OP sowie der HNO OP geführt. So können auch sie einen Eindruck gewinnen und ein Gefühl bekommen, ob sie sich bei uns wohl fühlen oder nicht. Außerdem hat das Team die Chance, den potentiellen Kollegen oder die potentielle Kollegin kennenzulernen und umgekehrt. Die Eindrücke der Oberärzte und des Teams sind mir bei der Personalauswahl sehr wichtig.
Was ich biete:
Als Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Palliativmedizin und Schmerztherapie habe ich die Weiterbildungsermächtigung für vier Jahre Anästhesiologie und für die fakultative Weiterbildung „Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin“.
Für junge Assistenzärzte und -ärztinnen haben meine Oberärzte und ich speziell ein Ausbildungskonzept entwickelt, das in der Klinik systematisch und standardisiert angewendet wird. Die Inhalte wurden in Anlehnung an die Richtlinien und Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin zusammengestellt. Durch die Vielfalt der verschiedenen Narkoseformen in den einzelnen operativen Fachbereichen sowie durch die moderne apparative Ausstattung wird eine umfassende Ausbildung in Anästhesie und Intensivmedizin gewährleistet. Die Palliativmedizin und die Schmerztherapie eröffnen zusätzliche Ausbildungsinhalte, die das breite Spektrum abrunden. Die Ausbildung erfolgt unter kontinuierlicher Supervision der in den Teilbereichen zuständigen Oberärzte und unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung.
Abteilungsinterne Fortbildungen finden wöchentlich statt. Die Teilnahme an externen Fortbildungsveranstaltungen wird gefördert und über einen jährlichen Fort- und Weiterbildungsplan gesteuert. Wichtige Kommunikationstechniken wie die Gesprächsführung werden den jungen Ärzten schrittweise, abhängig von ihrer Erfahrung, durch unsere Fachärzte vermittelt.
Routinearbeit ist bei uns schwer zu finden, denn der Beruf selbst fordert eine permanente Weiterbildung. Wir sind aber bemüht, eine Mischung an Tätigkeiten für unterschiedlich motivierte Mitarbeiter zu bieten. Familie und Beruf lassen sich in einem ausgeglichenen und motivierten Team gut vereinbaren. Allgemein erwartet Sie bei uns eine freundliche, familiäre Atmosphäre, die eine optimale Entfaltung Ihrer fachlichen Kompetenzen ermöglicht.
Kurz und gut, gefragt sind: | |
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Infos zum Fort- und Weiterbildungskonzept der Anästhesie im Malteser Krankenhaus St. Anna finden Sie auf der Website www.malteser-stanna.de

